Veröffentlichungen

Verzögerte Polizei die Ermittlungen?

von D.Harhues vom 24.01.2006 in Westfälische Nachrichten

Die WN berichtete über ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Münster, bei dem die Polizei-Panne, bei ein Sondereinsatzkommando (SEK) aufgrund einer Verwechslung einen unbescholtenen Bürger überfallen und verletzt hatte, strafrechtlich geprüft wird. Beschuldigt sind u.a. der SEK-Führer aus Dortmund und der Einsatzleiter in Münster.

Der Bürger, der Opfer der Verwechslung wurde erlitt durch den Polizeieinsatz eine Gehirnerschütterung, Prellungen, Hautabschürfungen und ein Trauma, außerdem wurde seine Autoscheibe von Polizeibeamten eingeschlagen. In dem Ermittlungsverfahren ist für ihn Rechtsanwalt Jürgen Knecht als Opferschutzanwalt tätig.

Rechtsanwalt Knecht vertritt die Auffassung, das SEK sei unverhältnismäßig brutal vorgegangen, obwohl er einräumt, dass die Polizei - ohne die Verwechslung - einem gefährlichen Gegner zu begegnen gehabt hätte. Der Anwalt wirft der Polizei darüber hinaus vor, es werde in dem Verfahren nur schleppend ermittelt. Insbesondere wird von Rechtsanwalt Knecht bemängelt, dass die Akten unvollständig sind, zum Teil zeitnahe Vermerke fehlen und einige Zeugen zu spät vernommen worden seien.

Der Eindruck, dass die Ermittlungen sich hinziehen, wird ausdrücklich auch von der Staatsanwaltschaft Münster geteilt.