Veröffentlichungen

Tragischer Autounfall: Skiausflug endet tödlich

von Markus Michalak vom 22.02.2018 in Dülmener Zeitung

Wie die Dülmener Zeitung berichtete, wurde vor dem Amtsgericht Dülmen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall aus Januar 2017 in Österreich verhandelt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 67-jährigen Angeklagten angeklagt, nachdem bei dem Verkehrsunfall nicht nur alle Insassen des PKW, den der Angeklagte lenkte, verletzt worden waren, sondern auch der Fahrer des entgegenkommenden PKW seinen tödlichen Verletzungen noch am Unfallort erlegen war.

Der Angeklagte, so ergab die Beweisaufnahme vor dem Amtsgericht Dülmen, überholte kurz vor dem Ziel trotz Schneeverwehungen auf der Fahrbahn, einen vorausfahrenden PKW an einer Stelle, die der als Zeuge erschienene Revierinspektor aus Österreich als "zwar gerade, aber unübersichtlich" bezeichnete.

Der überholte Fahrer äüßerte als Zeuge, er habe sich noch gewundert, warum er überholt werde.

Der DEKRA-Sachverständige erklärte, der Angeklagte habe sein Fahrverhalten nicht den Straßen- und Witterungsbedingungen angepaßt.

So kam es dazu, dass der Angeklagte den Wagen zunächst gar nicht und schließlich nicht vollständig von der Gegenfahrbahn zurücklenken konnte und es zu einer heftigen Kollision mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kam. Dessen Fahrer, ein 33-jähriger Slowene, Familienvater von drei Töchtern, wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Die Mutter und Ehefrau sowie seine drei Töchter im Alter von 21 Monaten, 10 und 13 Jahren führten in dem Verfahren die Nebenklage. Der Ausgang des Verfahrens war für diese insbesondere wegen der noch immer nicht erfolgten Regulierung der Schadensersatzansprüche durch die deutsche Versicherung von Bedeutung.

Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in drei Fällen zu einer Gesamtgeldstrafe von 100 Tagessätzen a 150,00 Euro verurteilt. Darüber hinaus hat er die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen der Nebenklage zu tragen.

Als Nebenklagevertreter tätig: Rechtsanwältin und

                                                                   Fachanwältin für Strafrecht Ursula Knecht


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