Veröffentlichungen

Keine Ähnlichkeit zwischen Häftling und SEK-Opfer

von CJS vom 14.04.2005 in Münstersche Zeitung

Die WN berichtete über ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Münster, bei dem die Polizei-Panne, bei ein Sondereinsatzkommando (SEK) aufgrund einer Verwechslung einen unbescholtenen Bürger überfallen und verletzt hatte, strafrechtlich geprüft wird, nachdem Rechtsanwalt Jürgen Knecht für das Opfer Anzeige erstattet hat. Beschuldigt sind u.a. der SEK-Führer aus Dortmund und der Einsatzleiter in Münster.

Der Bürger, der Opfer der Verwechslung wurde erlitt durch den Polizeieinsatz eine Gehirnerschütterung, Prellungen, Hautabschürfungen und ein Trauma, außerdem wurde seine Autoscheibe von Polizeibeamten eingeschlagen. In dem Ermittlungsverfahren ist für ihn Rechtsanwalt Jürgen Knecht als Opferschutzanwalt tätig.

Rechtsanwalt Knecht vertritt die Auffassung, das SEK sei unverhältnismäßig brutal vorgegangen, obwohl er einräumt, dass die Polizei - ohne die Verwechslung - einem gefährlichen Gegner zu begegnen gehabt hätte. 

Kein Verständnis kann der Anwalt jedoch für die Verwechslung aufbringen. Nach den Bildern, die Rechtsanwalt Knecht vorliegen, ist überhaupt keine Ähnlichkeit zwischen der von der Polizei gesuchten Person und seinem Mandanten festzustellen. "Beide sehen sich überhaupt nicht ähnlich", wurde der Anwalt von der WN zitiert.

Von Rechtsanwalt Knecht wurde ferner erklärt, dass neben der erstatten  Strafanzeige für den Mandanten auch zivilrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden.