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Freispruch: Messerstich war Notwehr

von Peter Werth vom 09.12.2009 in Westfälische Nachrichten

Vor dem Amtsgericht Lüdinghausen wurde eine nachbarschaftliche Auseinandersetzung verhandelt, die mit einem Messerstich endete. Wie die WN berichtete, war die Staatsanwaltschaft nach vier Stunden Hauptverhandlung von Täterschaft und Schuld des Angeklagten überzeugt und beantragte eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt werden sollte.

Der Nebenklagevertreter hielt sogar eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten für angemessen. Dies hätte für den Angeklagten Haftverbüßung bedeutet.

Demgegenüber sprach sich der Verteidiger in seinem Plädoyer für ein Handeln des Angeklagten aus Notwehr aus und daher beantragte er Freipruch für den Angeklagten.

Der zuständige Richter am Amtsgericht erkannte in seinem Urteil - der Argumentation des Verteidigers folgend- auf Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen zu wollen.


Als Verteidiger tätig: Rechtsanwalt Jürgen Knecht